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Garath: Aus Sicht der Polizei ein

 

völlig unauffälliger Stadtteil

 

Garath doch besser als sein Ruf

 

 

Peter Ries mit Laubbläser auf der Bürgerwiese

 

Garath | 22.11.0217 | report D.

Der Ruf von Garath ist deutlich schlechter als die Wahrnehmung vor Ort, da ist sich Polizeihauptkommissar Hans-Gerhard Wolff sicher. Am Mittwoch nahm er mit seinem Chef Thomas Decken, Leiter der Inspektion Süd, mit auf Streife durch den Stadtteil. Es war die sechste Doppelstreife, die Polizeidirektor Thomas Decken mit Bezirksdienstbeamten, in verschiedenen Stadtteilen machte. Doch nicht nur das sonnige Herbstwetter trug dazu bei, dass Wolff seinem Chef auf dem Rundgang nichts Brisantes zeigen konnte.

 

Die Bürgerwiese in Garath wurde von Wildschweinen völlig aufgewühltDer einzige nennenswerte Zwischenfall ist schon einige Tage her. Denn die Bürgerwiese wurde von einer wilden Horde heimgesucht: Wildschweine. Sie hinterließen eine in Teilen verwüstete Wiese. Das berichtete der Doppelstreife Peter Ries. Er ist Bezirksvertreter in Garath und hat die Patenschaft für die Bürgerwiese übernommen. Mit Schaufel, Besen und Laubsauger sorgt er für Ordnung. Doch zur Zeit macht das Laub mehr Arbeit als die Hinterlassenschaften der Besucher. Das wäre im Sommer schon mal mehr, aber seitdem er zwei Mal in der Woche nachschaut, sei es besser geworden. Die Polizei war den Hinweisen der Bürger über wilde Partys auf der Bürgerwiese nachgegangen, hatte aber – nach eigener Aussage - dabei nie Feststellungen machen können.

Den vollständigen Bericht lesen Sie bitte Hier

 


 

 

Zum ersten Mal ein Martinsmarkt in Garath

 

Zum ersten Mal ein Martinsmarkt in Garath Bild: © 123rf/budaba

 

Garath | 31.10.0217 | Wenn in Garath am Donnerstag, 9. November, der große Martinszug zieht, dann sind auch 17 Buden geöffnet. Vier Tage soll der Markt die Besucher anlocken. Eine Premiere. 

Von Birgit Wanninger

 

Wenn andere noch in den Vorbereitungen für einen Weihnachtmarkt sind, dann kann das bei Jürgen Kloft nur ein kleines Lächeln hervorbringen. Bei ihm drängt die Zeit mehr. Denn schon nächste Woche feiert er Premiere. Dann startet in Garath der erste Martinsmarkt. Von Donnerstag, 9. November, bis zum Sonntag, 12. November, von 11 bis 22 Uhr öffnen dann zahlreiche Buden im Hauptzentrum.

 

"Ich wollte auch mal was für Garath machen", sagt Kloft, der unter anderem den Weihnachtsmarkt in Gerresheim mit organisiert. Außerdem hat er vergangenes Jahr den Weihnachtsmarkt in Hellerhof an der Carlo-Schmid-Straße ins Leben gerufen. Der war am zweiten Advent-Wochenende vier Tage ein voller Erfolg und soll auch in diesem Jahr wieder stattfinden, und zwar am zweiten Adentswochenende.

 

Jetzt gibt es also einen Martinsmarkt in Garath, der vom Konzept und von der Größe recht ähnlich sein soll wie der Hellerhofer Weihnachtsmarkt. Gerne hätte Kloft den Platz am Sonnenrad genommen. "Aber da hätte ich nur am Wochenende stehen können, also nur zwei Tage", sagt er. Doch sein Ziel war es, dass auch der große Garather Martinszug über dem Markt zieht. So öffnen 17 Buden jetzt schon am Donnerstag, wenn der Zug zieht, im oberen Teil der Fußgängerzone. Auf dem Platz vor dem Hotel Achteck soll ein Kinderkarrussel stehen. Ab Höhe Nettomarkt stehen dann auf beiden Seiten die Buden.

 

Und das Programm ist abwechslungsreich: Ein Imker verkauft seinen eigenen Honig und Met und zeigt auch, wie der Honig hergestellt wird. Es gibt einen Stand mit Nüssen und Trockenfrüchten, an dem die Kunden alles probieren können. Es gibt Korbwaren aus Afrika, und Kloft schwärmt von dem Stand mitbretonische Spezialitäten. "Eigentlich fährt der Inhaber nicht zu Märkten, die erstmals öffen, aber ich habe ihn überreden können", sagt er.

 

Denn während der Sommermonate fährt Kloft, der eigentlich einen Getränkehandel betreibt, von einem Handwerker- und Bauernmarkt zum anderen. Dort schaut er sich die Buden und Angebote an, und wenn ihm ein Stand gefällt, tauscht er mit dem Betreiber Visitenkarten aus.

 

Das hat er auch mit Cornelia Busch getan, die kommt mit einer Crêpe-Lokomotive. Käsespezialitäten vom Schliersee sowie kulinarische Genüsse von Maronen über Backfisch, Currywurst und Süßes wie Popcorn und Paradiesäpfel sollen ebenfalls im Angebot sein. Außerdem kommt ein Messerschleifer, und einen Künstler mit Feuertonnen hat Jürgen Kloft ebenfalls angeworben.

 

Und zu gewinnen gibt es auf dem Martinsmarkt auch etwas an einer Losbude. "Der Erlös soll behinderten Kindern zu Gute kommen", sagt Kloft. Und wenn der Markt gut ankommt, geht der Organisator davon aus, dass es im nächsten Jahr eine Wiederholung gibt.

Quelle: RP

 


 

 

 

30. Oktober 2017 | RP ONLINE:  "Nicht die Leiterin der Begegnungsstätte sagte was zu tun ist, sie waren die Bestimmer und sie waren und sind alle gleichberechtigt", hebt Ina Heller den Unterschied zur traditionellen Seniorenarbeit hervor. Als ehemalige Leiterin einer Begegnungsstätte gerade pensioniert, bekam sie seinerzeit den Auftrag, das Netzwerk Garath aufzubauen.

 

Von der Erfolgsgeschichte des hierachie-freien Engagements und seiner Vielfalt an Angeboten zeugt die große Zahl der Gäste, die ihre Feierstunde und den musikalisch-gemütlichen Abend genießen. "Das Netzwerk zeigt den Mitmenschen im Stadtteil ein zugewandtes Gesicht", lobt Bezirksbürgermeister Uwe Sievers. Die Netzwerk-Pioniere Ina Heller, Werner Pikl und Peter Bauermann wissen einiges davon zu erzählen. Launig und mit Drehorgel-Klängen geben sie Einblicke in die ersten "Gehversuche" des damaligen Neulands. "Das Netzwerk macht zufrieden, und wer zufrieden ist muss nicht zum Arzt", stellt Ina Heller unter dem Beifall der Anwesenden fest. Das Angebot lebt durch und für die Menschen vor Ort. Sie geben als Akteure Impulse, organisieren ihre Gruppen, suchen sich Mitstreiter, bieten und suchen Hilfe.

 

In Garath hält Regina Vohwinkel von der Diakonie Düsseldorf als "Netzwerkbegleiterin" die Fäden zusammen. Natürlich auf Augenhöhe. "Ich habe hier viel Freude, man ist nie allein und das hat mir sehr geholfen, als mein Mann starb", erzählt Anneliese Pallaks. Seit zehn Jahren ist die 70-jährige im Netzwerk verwurzelt. Das Malen und Singen ist ihr Steckenpferd. Detlef Bodens Herz schlägt für das Theater. "Ich organisiere alle zwei Monate einen Besuch in der Komödie", sagt der 69-jährige. Vor zwei Jahren hatte er die Idee, inzwischen ist ein fester Kreis von 25 Theaterliebhabern regelmäßig dabei. Zu den "alten Hasen"- im Blick auf die Kontinuität - gehören die Frauen der Gruppe "Dialog", die es seit rund 14 Jahren als Angebot gibt. "Wir sprechen über Aktuelles, singen Volkslieder in allen Sprachen oder feiern Geburtstage gemeinsam", erzählt Galina Tschijow. Frauen aus Moldawien, der Ukraine und Usbekistan seien dabei. "Aber bei uns wird überwiegend deutsch gesprochen", betont sie.

 

Die herbstlich geschmückten Achtertische sind nach der Feierstunde zeitweilig verwaist. Das Buffet wartet, Freunde und Bekannte begrüßen sich, dazu spielt die Musik. "Mit 66 Jahren", intoniert der Musiker den bekannten Song von Udo Jürgens. Das könnte ein Slogan für die Netzwerker sein, aber da gibt es seit langem einen treffenderen. Er umfasst alle Chancen, die das Netz für jeden bereithält: "Ich für mich", "ich mit anderen für mich", "Ich mit anderen für andere." Die Erkenntnis, dass noch etwas fehlt, brachte einen Weiteren hinzu: "Andere mit anderen für mich."

 

Quelle: RP

 

 


 

 

Gut vernetzt die besten Jahre aktiv mitgestalten

 

Seit mittlerweile 20 Jahren sorgt das Netzwerk Garath/Hellerhof dafür, dass ältere Menschen ihre Ideen umsetzen können

 

Garath/Hellerhof | 25.10.2017 | (von Marcus Italiani).

 

Bereits seit 20 Jahren sorgt das NetzwerkGarath-Hellerhof dafür, dass Menschen ab 50 in den beiden Stadtteilen ihre Hobbys leben, ihren Interessen nachgehen, kurz - am sozialen Leben teilnehmen können.

 

Es wurde einst als Heilmittel gegen die Langeweile geboren und hat sich zu einer der beliebtesten Anlaufstellen und Ideenfabriken für Menschen im besten Alter entwickelt: Das Netzwerk Garath-Hellerhof, im zentrum plus in der Freizeitstätte Garath. »Wir wurden als eins der ersten Netzwerke in Düsseldorf gegründet, weil sich das Wirtschaftsleben sich so entwickelte, dass Menschen schon mit Anfang 50 in den Vorruhestand geschickt wurden.

 

In diesem Alter sind sie natürlich noch sehr aktiv und haben viele Interessen. Die Idee hinter dem Netzwerk war, dass die Menschen zusammenkommen sollten, um weiterhin etwas in das Gesellschaftsleben einzubringen. Es ging darum Kontakte zu knüpfen, Hobbys, Fähigkeiten und Interessen zu vermitteln«, sagt Regina Vohwinkel, die als Netzwerkbegleitung dabei hilft, die anstehenden Projekte in einer offenen Runde zu planen.

 

Das Vier-Säulen-Modell

 

Das Netzwerk funktioniert nach einem Vier-Säulen-Modell: 1. Ich will etwas für mich tun. 2. Ich will gemeinsam etwas mit anderen tun. 3. Schließlich möchte ich etwas für andere tun. 4. Wenn ich schließlich älter bin, können andere etwas für mich tun. Regina Vohwinkel: Ganz wichtig dabei: Die Ideen, die wir hier umsetzen, stammen von den Menschen, die zu uns kommen, sie werden nicht vorgegeben. Man kann sich Wünsche selbst erfüllen oder im Netzwerk sein Potenzial einbringen, durch sein Know how. Wir haben zum Beispiel Menschen, die sich im digitalen Bereich aus oder beim Thema Fotobearbeitung auskennen und entsprechende Schulungen anbieten. Im letzten Jahr gründeten Mitglieder Tischtennis- und Theatergruppen.«

 

Im Laufe der Zeit haben sich natürlich viele Dinge geändert, wie die Netzwerkbegleiterin berichtet: »Als das Netzwerk gegründet wurde, kannten sich viele der Mitglieder bereits aus dem Berufsleben und waren noch jüngeren Kalibers. Heutzutage kommen vor allem ältere Leute zu uns. Auch viele Menschen mit Migrationshintergrund helfen mittlerweile dabei, das Netzwerk weiterzuentwickeln, am Puls der Zeit zu bleiben und damit auch das Stadtteilbild wiederzugeben. Insgesamt sind es rund 60 aktive Netzwerker «, so Regina Vohwinkel.

 

Nicht jeder ist aktiv

 

Allerdings müsse man nicht unbedingt aktiv etwas einbringen. Viele Menschen haben beispielsweise lockere Ideen, die vor allem mit dem Thema Reisen zusammenhängen, aber viele wollen sich auch gar nicht festlegen und übernehmen projektbezogene oder saisonale Aufgaben. Vohwinkel: »Es besteht keine Pflicht der regelmäßigen Anwesenheit.«

 

Am 27. Oktober werden die Netzwerker der ersten Stunde um 18 Uhr im Rahmen einer großen Feier im Arenasaal der Freizeitstätte Garath, Fritz-Erler-Straße 21, etwas zu den Anfängen erzählen. Zudem gibt es Live-Musik und eine Tombola. Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

 

 

 


 

 

Das „andere Garath“ präsentiert sich auf eigenem Portal

 

Peter Ries mit seinem neu gestalteten Garather Stadtteilportal vor dem Garather Schloss. Foto: Seibel

Peter Ries ist mit seiner Idee auf der Suche nach positiven Nachrichten aus einem Stadtteil der oft in ein falsches Licht gerückt wird.
 

Garath | 11.10. 2017 | (von Marcus Italiani). Soziale Medien bringen das schnelle Wort ungefiltert ans ageslicht. Oft sind sie aber auch Plattformen für Schmähreden. Der Stadtteil Garath ist nicht selten Ziel solcher Verunglimpfungen. Der Garather Peter Ries will dagegen angehen und hat darum ein eigenes Stadtteilportal gegründet. Von Marcus Italiani


 

Unter www.stadtteilportal-garath-hellerhof.de findet man ab sofort Informationen aus dem Stadtteil, die dem Facettenreichtum Garaths gerecht werden wollen.
 

„Über Garath wird ja immer viel geschrieben - jedoch zum größten Teil über negative Ereignisse, die oft dazu geeignet sind, das negative Image von Garath entweder aufrecht zu erhalten oder gar zu verschlechtern. Kurz: Ich möchte auch die Menschen in den sozialen Netzwerken daran teilhaben lassen, die sich sonst so darum bemühen, Garath und oft ihr eigenes Nest - mit unüberlegten Kommenataren zu Garath - schlechtzureden.
 

Die andere Seite Garaths

 

Das Stadtteilportal soll die an dere Seite Garaths aufzeigen, die vielen Vereine, Institutionen und deren ehrenamtlichen Einsatz für ihre Heimat.
 

Ich lebe in Garath und ich will hier nie weg - selbst wenn ich Lottomillionär wäre“, so Ries, der schon lange über eine digitale Huldigung an „seinen“ Stadtteil nachdenkt. „In Garath finden so viele schöne Dinge und Veranstaltungen statt, für die sich die meisten Medien nur dann interessieren, wenn es z. B. eine Schlägerei gegeben hätte.“

 

Man darf gespannt sein, ob sich das Stadtteilportal durchsetzen wird. Gerne nimmt Ries Veranstaltungshinweise, Gästebucheinträge oder Bilder über Garath (mit Ouellenangebane) entgegen. Auch moderne Bilder und Ansichten von Garath und Hellerhof sind willkommen. Das Material für das neue Stadtportal geht an: sgh(@)stadtteilportal-garath-hellerhof.de

 

 

 

Aus der Wochenpost vom 11.10.2017

 


 

 

 

 

 


 

 

Eine Frage der Ehre

 

Besondere Auszeichnung für drei verdiente Düsseldorfer

 

 

V.l.: Bezirksbürgermeister Uwe Sievers verlieh die Ehrenbürgerschaft an Reinhold Liebich, Corrie Voigtmann und Alfred Wagner. (Foto: Enno Hobusch)

 

V.l.: Bezirksbürgermeister Uwe Sievers verlieh die Ehrenbürgerschaft an Reinhold Liebich, Corrie Voigtmann und Alfred Wagner. (Foto: Enno Hobusch)

 

Garath | 29.03.2017 | (IT). Gleich drei neue Ehrenbürger aus dem Stadtbezirk 10 erhielten am 28. März von Bezirksbürgermeister Uwe Sievers ihre Auszeichnungen. Corrie Voigtmann, Reinhold Liebich und Alfred Wagner wurden für ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement gewürdigt.

 

Die Flüchtlingshelferin

 

Corrie Voigtmann erhielt die Auszeichnung vor allem für ihren Einsatz in der Flüchtlingsarbeit, den sie in Düsseldorf - und hier besonders in Hellerhof - bereits seit den 90er Jahren zeigt. Immer persönlich am Ball, weiß sie stets, wo der Schuh drückt und kann schnell und effektiv Hilfe leisten. 

 

Der Filmspezialist

 

Reinhold Liebich ist der Mann, ohne den die Worte Garath und Filmkunst niemals einen Zusammenhang ergeben würden. Seit 1971 ist er Mitglied im Garather Cineclub, drehte viele Filme über den Stadtteil und fertigte ein Filmarchiv an, das in Sachen historische Relevanz seinesgleichen sucht. 

 

Der Historiker

 

Was man als Archivar leisten muss, weiß auch Alfred Wagner ganz genau. Der Gründer der Garather Geschichtswerkstatt weiß alles über die Geschichte des Statteils – vom ersten Spatenstich 1961 bis heute. Jeder, der etwas über die Entstehung und Entwicklung Garaths in Erfahrung bringen möchte, beginnt seine Recherchen am besten, indem er ein Gespräch mit Alfred Wagner führt. 

 

Die Ehrenbürger-Urkunden wurden nach der Sitzung der Bezirksvertretung 10 in der Garather Freizeitstätte verliehen. Quelle: wochenpost.de